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Damaskus: Funktionär der Yekîtî in Haft »verschwunden«

3. Februar 2010 – Das Hohe Staatssicherheitsgericht in Damaskus hat am 26. Januar 2010 die Entscheidung im Fall von fünf kurdischen Politikern auf unbestimmte Zeit vertagt. Nezmî Ebdilhenan Mihemed (geb. 1960, verheiratet, vier Kinder), Ehmed Xelîl Derwîş (geb. 1972, verheiratet, drei Kinder), Yaşa Xalid Qadir (geb. 1973, verheiratet, zwei Kinder), Dilgeş Şemo Memo (geb. 1982, verheiratet) und Tehsîn Xeyrî Memo (geb. 1980, verheiratet, ein Kind), alle Mitglieder der Kurdischen Einheitspartei in Syrien (Yekîtî), wurden am 29. Januar 2007 von Mitgliedern des Militärischen Nachrichtendienstes in der Wohnung von Yaşa Xalid Qadir in Aleppo verhaftet. Dort hatten die genannten Personen an einem Seminar teilgenommen. Nach zwei Monaten Untersuchungshaft in Aleppo und Damaskus wurde ihr Fall an das Hohe Staatssicherheitsgericht in Damaskus verwiesen, die genannten Personen wurden ins Saidnaia-Gefängnis, dreißig Kilometer nördlich von Damaskus, gebracht. Als die Familien der Häftlinge vor sechs Monaten erstmals die Möglichkeit erhielten, ihre Angehörigen im Gefängnis zu besuchen, erfuhren sie, dass Tehsîn Xeyrî Memo vor einem Jahr an einen unbekannten Ort gebracht worden war. Bis zum heutigen Tag ist er »verschwunden«, es gibt keine Informationen über seinen gesundheitlichen Zustand oder seinen Aufenthaltsort. Während der Sitzung am 26. Januar 2010 hat das Hohe Staatssicherheitsgericht entschieden, den Fall von Tehsîn Xeyrî Memo getrennt von dem der anderen vier Parteimitglieder zu behandeln.

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