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Al-Qamischli: Regimekritische Demonstrationen in den kurdischen Gebieten weiten sich aus
KURDWATCH, 4. Juli 2011 – Bei landesweiten Protesten am 1. Juli 2011 hat es erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Die Demonstrationen in al‑Qamischli, ʿAmuda, Darbasiya, Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê), al‑Qahtaniya (Tirbesipî) ʿAfrin, ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), dem überwiegend von Kurden bewohnten Damaszener Stadtteil Ruknuddin sowie in Schaikh Maqsud und al‑Aschrafiya, zwei überwiegend von Kurden bewohnten Stadtteilen von Aleppo, verliefen weitgehend friedlich. Im ganzen Land forderten die Demonstranten den Sturz des Regimes. Die Zahl der Demonstrierenden in den kurdischen Gebieten wird auf 15 000 bis 20 000 geschätzt. Während der Demonstration in ʿAfrin wurden Scher Husain, Husain ʿAli Muhammad, Muslim Muhammad, Barkhwadan Mustafa, Bangin Hasan, ʿAbdu Hadsch Batal und Muhammad ʿAli Schaikh Saydi durch Angehörige der Sicherheitskräfte festgenommen. Bereits am 30. Juni 2011 hatte in al‑Malikiya (Dêrik) eine regimekritische Demonstration stattgefunden. Auch in ʿAmuda war schon am 30. Juni 2011 gegen das Regime protestiert worden. Eine von der Regierung geplante Demonstration mit Regimeanhängern aus anderen Städten scheiterte, als die Geschäftsleute von ʿAmuda demonstrativ ihre Geschäfte schlossen und in der Innenstadt eine Gegendemonstration organisiert wurde. Die anwesenden Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Dabei wurden mehrere Demonstrationsteilnehmer verletzt und mussten im örtlichen Krankenhaus behandelt werden. Am Abend fand eine weitere regimekritische Kundgebung statt. Aufgrund der Vorfälle vom 30. Juni war die Beteiligung an der Demonstration vom 1. Juli 2011 in ʿAmuda deutlich höher als in den Wochen zuvor.
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