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Al-Qamischli: PYD Anhänger bedrohen Aktivisten

KURDWATCH, 1. August 2012 – Bei landesweiten Protesten hat es am 27. Juli 2012 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Im ganzen Land forderten die Demonstranten, die unter dem gemeinsamen Motto »Widerstand der beiden Hauptstädte« auf die Straße gingen, den Sturz des Regimes. In den kurdischen Gebieten demonstrierten die Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie einige Jugendgruppen unter dem eigenen Slogan »Freiheit für den Führer Abdullah Öcalan«. In al‑Qamischli gab es jeweils eine Demonstration in den Stadtvierteln Qanat Suwais, al‑ʿAntariya (organisiert von der Jugendgruppe Biratî sowie Jugendgruppen des Kurdischen Nationalrats), Kurnisch (organisiert von Anhängern der inzwischen gespaltenen Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien und unabhängigen Jugendgruppen) sowie Qudurbak (organisiert von arabischen Jugendgruppen). Im Stadtzentrum waren zahlreiche Sicherheitskräfte anwesend, sodass dort keine Demonstration stattfinden konnte. Am zentralen Versammlungsort der Demonstranten von al‑Qamischli, der Qasimomoschee im Westviertel der Stadt, starteten drei weitere Protestzüge. Organisatoren waren die PYD, der Kurdische Nationalrat sowie die Union der Kurdischen Demokratischen Kräfte in Syrien. In al‑ʿAntariya griffen bewaffnete Anhänger der PYD mehrere Aktivisten an, die die Demonstration filmten. Sie richteten Waffen auf die Aktivisten und entwendeten ihnen einen Laptop, ein Mobiltelefon und Speicherkarten. Zwei Tage später wurden die gestohlenen Geräte zurückgegeben. In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert vom Kurdischen Nationalrat, von der PYD sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In ʿAin al‑ʿArab (Kobanî), das seit dem 19. Juli von kurdischen Parteien verwaltet wird [weitere Informationen], fanden zwei Demonstrationen statt, organisiert von der PYD und dem Kurdischen Nationalrat. In al‑Hasaka gab es vier Demonstrationen. In al‑Malikiya (Dêrik), al‑Qahtaniya (Tirbesipî), ad‑Darbasiya, al‑Maʿbada (Girkê Legê), al‑Dschawadiya (Çil Axa) und Raʾs al‑ʿAin (Serê Kaniyê) sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln Schaikh Maqsud in Aleppo sowie Ruknuddin in Damaskus fand jeweils ein zentraler Protestzug statt. In al‑Malikiya und al‑Maʿbada wurden die Freitagsdemonstrationen von Jugendgruppen organisiert, die Demonstrationen des Kurdischen Nationalrats fanden wie bereits in den letzten Monaten am Samstag statt. Insbesondere in Aleppo und Damaskus wurden aufgrund des Ramadan zahlreiche Demonstrationen nachts organisiert. In ʿAfrin gab es keine Proteste.

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