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Al-Qamischli: Wieder Konflikte mit der PYD
KURDWATCH, 28. Juni 2012 – Bei landesweiten Protesten hat es am 22. Juni 2012 erneut zahlreiche Tote und Verletzte gegeben. Im ganzen Land forderten die Demonstranten, die unter dem gemeinsamen Motto »Wenn die Herrscher nicht helfen, wo bleiben dann die Völker?« auf die Straße gingen, den Sturz des Regimes. In den kurdischen Gebieten demonstrierten die Partei der Demokratischen Union (PYD) sowie einige Jugendgruppen unter dem eigenen Slogan »Selbstverteidigung ist unser Recht«. In al-Qamischli gab es jeweils eine Demonstration in den Stadtvierteln Qanat Suwais, al-ʿAntariya (organisiert von der Jugendgruppe Biratî sowie Jugendgruppen des Kurdischen Nationalrats), Kurnisch (organisiert von der Kurdischen Zukunftsbewegung in Syrien und unabhängigen Jugendgruppen) sowie Qudurbak (organisiert von arabischen Jugendgruppen). In Qudurbak griffen mehrere Personen ʿAbdullah Saʿdun, Kameramann des PYD-nahen Fernsehsenders Ronahî, an. Er erlitt Messerstiche. Drei weitere Protestzüge starteten am zentralen Versammlungsort der Demonstranten von al-Qamischli, der Qasimomoschee im Westviertel der Stadt. Organisatoren waren die PYD, der Kurdische Nationalrat sowie die Union der Kurdischen Demokratischen Kräfte in Syrien. Obgleich die Demonstration der PYD erst am späten Nachmittag stattfand, okkupierten Dutzende mit Messern und Stöcken bewaffnete Anhänger der PYD den Platz direkt vor der Qasimomoschee den gesamten Tag. In ʿAmuda kam es zu drei getrennten Demonstrationen, organisiert von der PYD, dem Kurdischen Nationalrat sowie von verschiedenen Jugendgruppen. In al-Hasaka fanden vier Demonstrationen statt. In ʿAin al-ʿArab (Kobanî) gab es zwei Demonstrationen, organisiert von der PYD sowie dem Kurdischen Nationalrat. Nachdem Anhänger der PYD vorige Woche die Demonstranten des Kurdischen Nationalrats in ʿAfrin angegriffen hatten, fand dort diese Woche keine Demonstration statt. In al-Malikiya (Dêrik), al-Qahtaniya (Tirbesipî), al-Maʿbada (Girkê Legê), al-Dschawadiya (Çil Axa), Raʾs al-ʿAin (Serê Kaniyê) und ad-Darbasiya sowie in den mehrheitlich kurdisch bewohnten Stadtvierteln Schaikh Maqsud in Aleppo sowie Ruknuddin in Damaskus fand jeweils ein zentraler Protestzug statt.
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