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Damaskus: Politischer Aktivist nach schwerer Folter aus der Haft entlassen
KURDWATCH, 12. Juli 2011 – Der Vierte Untersuchungsrichter in Damaskus hat am 27. Juni 2011 entschieden, dass Yilmaz Muhammad Nazir Saʿid (geb. 1987) und Nidal Ahmad Muhammad (geb. 1974, verheiratet, vier Kinder) aus der Haft entlassen werden. Die gegen sie erhobene Klage gemäß Artikel 287 Strafgesetzbuch wurde aufgrund des Erlasses 61 vom 31. Mai 2011 (Amnestieerlass) fallengelassen. Yilmaz Muhammad Nazir Saʿid und Nidal Ahmad Muhammad waren am 24. Mai 2011 in Damaskus festgenommen worden. Saʿid, ein politischer Aktivist, trug ein Satellitentelefon bei sich, Ahmad befand sich zufällig in seiner Begleitung. Beide wurden zum Untersuchungsgefängnis al‑Faihaʾ des Direktorats für politische Sicherheit in Damaskus gebracht. Dort wurde Saʿid 26 Tage in Einzelhaft festgehalten. In den ersten 12 Tagen wurde er täglich gefoltert. Neben Schlägen mit bloßen Händen wurde bei Saʿid auch die Dulab-Methode angewandt, bei der der Betroffene in einen Reifen gezwängt und geschlagen wird. Des Weiteren wurde Saʿid mit Elektroschocks gefoltert, u. a. an den Genitalien. Da er infolge dieser Behandlung nicht urinieren konnte, musste er zwei Mal ins Krankenhaus eingeliefert werden. Nidal Ahmad Muhammad verbrachte seine gesamte Haftzeit in einer Gemeinschaftszelle.
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