KurdWatch
 

Bleiben Sie informiert mit unserem Newsletter
Ihre E-Mail-Adresse

anmelden
abmelden
 
 
Damaskus: Kurdischer Rekrut während Militärdienst getötet

KURDWATCH, 7. Juli 2011 – Orhan Nadschi Muhammad Husain (geb. 1992) ist am 17. Juni 2011 während seines Militärdienstes in Damaskus ums Leben gekommen. Seine Familie geht davon aus, dass ihr Sohn ermordet wurde.
Husain leistete seinen Militärdienst in der 14. Division der syrischen Armee ab. Nach einem Konflikt mit seinem Vorgesetzten verließ er seine Einheit und kehrte zu seinen Eltern zurück. Diesen gegenüber äußerte er, nicht zum Militär zurückkehren zu wollen, da er befürchte, getötet zu werden. Nachdem jedoch der Chef seines unmittelbaren Vorgesetzten seinem Vater telefonisch versichert hatte, Husain werde nichts geschehen, zwang dieser seinen Sohn, den Militärdienst fortzusetzen. Drei Tage nach Husains Rückkehr erhielt die Familie die Nachricht, dieser habe Selbstmord begangen. Der Leichnam, der von Husains Vater persönlich in Damaskus abgeholt wurde, wies jedoch Spuren auf, die gegen einen Selbstmord sprechen. Die Kugel, die Husain tötete, so ein Familienangehöriger gegenüber KURDWATCH, sei im Nacken eingedrungen und an der Stirn ausgetreten. In den vergangenen Jahren haben kurdische Menschenrechtsorganisationen immer wieder Fälle publik gemacht, in denen kurdische Rekruten während des Militärdienstes gezielt getötet worden sein sollen. KURDWATCH hat bislang nicht über diese Fälle berichtet, da hinsichtlich der verstorbenen Personen keine verlässlichen Hinweise – eindeutige Aussagen der Familie, Obduktionsberichte oder ähnliches – vorlagen, die eine gezielte Tötung belegen konnten.

ShareThis

www.kurdwatch.org -  © 2009 - 2011 [ E-Mail: info@kurdwatch.org ]