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Aleppo: Rechtsanwalt droht Berufsverbot

KURDWATCH, 21. Dezember 2010 – Das Berufsgericht der Rechtsanwaltskammer in Aleppo wirft dem Rechtsanwalt und Menschenrechtsaktivsten Radif Anwar Mustafa (geb. 1967, verheiratet, vier Kinder) vor, Mitglied einer illegalen Organisation zu sein und durch seine Menschenrechtsarbeit bzw. mit seinen Publikationen zu Menschenrechtsfragen gegen die syrische Regierunge zu hetzen. Mustafa wurde am 19. Dezember 2010 zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragt. Der Rechtsanwalt engagiert sich in der Syrischen Allianz gegen die Todesstrafe und ist Vorsitzender und einer der Gründer des Kurdischen Komitees für Menschenrechte (al‑Rasid). Diese Aktivitäten, so die Rechtsanwaltskammer, seien mit dem Gesetz Nr. 39 zur Organisation des Rechtsanwaltsberufs aus dem Jahr 1981 nicht vereinbar. Radif Anwar Mustafa, der seit 1997 als Rechtsanwalt tätig ist, droht ein Berufsverbot. Die nächste Verhandlung findet am 30. Januar 2011 statt.

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