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Tall Tamr: Minderjähriger Kämpfer der YPG schwer verwundet

KURDWATCH, 30. Juni 2015 – Im Dezember 2014 verschwand der damals fünfzehnjährige Muhammad Khalid Kikiya (geb. 6. Januar 1999 in ad‑Darbasiya) aus Erbil in Irakisch-Kurdistan, wohin er mit seinen Eltern und Geschwistern vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflohen war. Seine Familie vermutete ihn bei den Volksverteidigungseinheiten (YPG) der Partei der Demokratischen Union (PYD). Sie versuchte deshalb monatelang, bei der YPG sowie beim Asayiş, dem Sicherheitsdienst der PYD, Informationen über seinen Verbleib zu erhalten. Sie erhielt jedoch stets die Antwort, man wisse nichts über seinen Verbleib. Im Februar 2015 erfuhr die Familie schließlich, dass ihr Sohn tatsächlich in Tall Tamr für die YPG kämpft. Er war dort auf einem Geländewagen mit aufmontiertem Maschinengewehr eingesetzt und befehligte fünf ebenfalls minderjährige Kämpfer. In März wurde er in al‑Aghibsch bei Tall Tamr lebensgefährlich verwundet. Seine Familie brachte ihn mithilfe der YPG zur Behandlung nach Irakisch-Kurdistan. Sein Cousin ʿAli Dschamil Kikiya erklärte gegenüber KurdWatch: »Muhammad ist auf einem Auge erblindet. Er hat mehrere Finger verloren und kann aufgrund von Splittern im Bein kaum gehen.«

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